Jeder Bundesbürger der ein Handy hat, ist auch de facto in der Schufa erfasst. In dieser Schufa-Datei werden sämtliche Daten über einen Bürger gesammelt, die in Verbindung mit Kreditverträgen, Telefonverträgen oder ähnlich gearteten Verträgen anfallen. Nicht jeder weiss über die Wichtigkeit der eigenen Schufa-Daten bescheid. Diese bilden nämlich in der Regel die Grundlage, ob es zu einem Vertragsabschluss von Seiten des Verkäufers kommt oder nicht. Auch bei Mietverträgen verlangen einige Vermieter eine Schufa-Selbstauskunft., da die Schufa-Auskunft anhand mehrer Daten die Kreditwürdigkeit eines Bürgers wiederzugeben scheint.
Je nachdem was in dieser Schufa-Auskunft an Daten drin steht, kann es positiv für einen sein (das sollte der Normalfall sein) oder auch negativ. Dies ist dann zum Beispiel der Fall, wenn man Kredit- oder Handyverträge nicht zurückgezahlt hat. Natürlich werden hier auch Informationen über z.B. eine Privatinsolvenz gespeichert. Diese Daten werden zwar nicht auf immer und ewig gespeichert, können aber für die Dauer ihrer Existenz einem Menschen (bei negativem Inhalt) das Leben durchaus massiv beeinträchtigen.

Das perfide daran: Kaum einer weiss, was über ihn von wem in der Schufa an Daten gespeichert worden ist! Das sollte man im eigenen Interesse in unregelmäßigen Abständen mal überprüfen. Bis zum 1.4.2010 musste man eine Schufa-Auskunft über sich selbst noch bezahlen. Seit dem 1. April 2010 ist das nicht mehr der Fall. Seit diesem Datum gilt gilt nämlich § 34 BDSG, in folge dessen man nun eine kostenlose Schufa-Auskunft über sich pro Jahr einholen kann. Der Grund warum man so was machen sollte ich schlicht und einfach, das Wissen über die eigene Kreditwürdigkeit in den Augen der Schufa. Diese Kreditwürdigkeit wird anhand mehrer Punkte (sogenannter "Scores") berechnet. Diese Punkte setzen sich auch aus den gemeldeten Daten von Unternehmen über den jeweiligen Bürger zusammen.
Und hier liegt die Crux: Oft sind diese übermittelten Daten schlichtweg falsch oder unvollständig. Ergebnis: Man bekommt eine schlechtere Kreditwürdigkeit, als es tatsächlich der Fall wäre, wenn die Daten korrekt wären! Wenn man zum Beispiel einen Kredit für ein Auto oder eine Immobilienfinanzierung bei einer Bank beantragt, kann der Kreditzins dafür direkt von dem Schufa-Score abhängen. – Und dann würde man für die falschen Informationen, die ein Unternehmen über einen dort eingetragen hat, einen dicken Zinsaufschlag bezahlen. Und bei Immobilienkrediten kann so ein Aufschlag aufgrund der Laufzeit schnell in die tausende Euro gehen…
Aber zurück zum Anfang: Man sollte sich also seiner gespeicherten Daten bei der Schufa bewusst sein. Welche Daten man nun selber dort hat, kann man herausfinden, wenn man sich diesen kostenlosen Schufa-Antrag ausdruckt, in dem das ganze Prozedere einfach beschrieben ist. Perfiderweise hat die Schufa den auf Ihrer Homepage gut versteckt. Die Leute wollen wohl die Leute nicht zu solchen kostenlosen Anfragen motivieren. Ist ja auch irgendwie verständlich. Aber hier auf Amondia braucht man nicht lange zu suchen, sondern druckt sich den Antrag direkt aus, sendet ihn an die Schufa und wartet auf die kostenlose Auskunft per Post. Falls dann irgendwelche fehlerhaften Eintragungen entdeckt werden (was bei ca. 30% der Anträge der Fall ist!..), kann und sollte man diesen falschen Daten widersprechen. Insofern: Überprüft mal eure Schufa-Daten!
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