Bye, bye Sommer – Willkommen Herbst!

Der Sommer 2016 war der schlechteste und nasseste Sommer an den ich mich erinnern kann. Die letzten zwei August-Wochen brachten zwar noch Hitze und Sonne, aber da der Urlaub schon komplett verbraucht war konnte das nicht mehr richtig zur Geltung kommen.

Also freut man(n) sich auf den kommenden Herbst, der mit dem Koblenzer Oktoberfest schon mal gut anfängt. Weitere Aktivitäten sind absehbar.Langweilig dürfte es also nicht werden.

Factory Outlet Center Montabaur – Besuch lohnt sich

Schon seit einiger Zeit gibt es in Montabaur nun das Factory Outlet Center. Bisher hatte ich schlicht kaum Zeit und Anlass, dort hin zu fahren. Da ich aber neue T-Shirts und Schuhe brauchte bin ich mit einem Freund, der auch noch nicht dort war, nach Montabaur über die B49 (wegen Baustellen an/auf der A3) gefahren.

Die Anfahrt wahr einfach zu finden, da das FOC gut ausgeschildert ist. Auf dem Parkplatz war jede Menge los. Nach ein paar Minuten Suche hatten wir dann einen (übrigens kostenfreien!) Parkplatz gefunden.
Dank der einfachen Strecke durch den Fußweg vom Parkplatz zum FOC waren wir dann schnell am Ziel.

Einkaufszentrum

Es waren bekannte Shops und Marken wie Levis, S.Oliver, Tommy Hilfiger etc. zu finden. Dafür aber auch einige Marken, die mir völlig unbekannt und somit neu waren. So z.B. Columbia (Sportartikel) und einige mehr. Da ich auf der Suche nach passenden Freizeitschuhen war wurde dem Asics-Shop ein Besuch abgestattet. Was ich da alles an interessanten Modellen sah war schon eine (positive) Überraschung. Im hinteren Bereich des Shops fand ich dann die Asics Gel Saga in light olive. Ein sehr schönes Retro-Modell, ideal auch in Kombination mit Jeans. Anstatt 120,- € war der Preis hier bei 60,- € angesetzt. Da sie mir nach einer Anprobe am Fuß sehr gut gepasst hatten wechselte das Paar Sportschuhe schnell den Eigentümer. Daneben gab es dann auch noch einen Rucksack für 15,- € von Asics. Auch der sollte mit nach Koblenz die Heimfahrt antreten.

Bei O´Neill und S.Oliver waren dann noch ein paar T-Shirts bzw. Polo-Shirts fällig. Bei Preisen von 11,- € bzw. 14,- €  war die Entscheidung wahrlich nicht schwer. Bei der Textilqualität gab es nichts zu beanstanden. Somit war der FOC-Besuch echt ein Erfolg. Was mir aber auch noch aufgefallen ist: Der Columbia-Shop hatte einige sehr interessante Textilien im Angebot. Da werde ich die Tage definitiv noch mal vorbeischauen!

Meine Erfahrung mit Flixbus

Schon lange wollte ich mal eine Kurzreise per Fernbus von Flixbus ausprobieren. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, da ein Freund auch über das Wochenende einige Tage frei hatte. Nach kurzer Überlegung sollte Prag das Ziel sein. Buchen per Internet war alles einfach und ging auch schnell über die Bühne.
Am Anreisetag kam der Bus relativ pünktlich an die Abholstation am ZOB in der Koblenzer Neversstraße. Kurz nach dem Einstieg ging es dann auch schon los Richtung Bonn, wo wir ca. 4 Stunden geplanten Aufenthalt haben sollten. Aber das sollte sich als rein rechnerischer Wert erweisen, da wir kurz nach Koblenz in einen Stau wegen einer Fahrbahnerneuerung der B9 kamen. Um es hier kurz zu machen: Wir standen zwei Stunden im Stau und kamen mit entsprechender Verspätung in Bonn an. Erste Lehre an dieser Stelle: Man sollte schon einen gewissen Zeitpuffer haben, um eventuelle Verspätungen einzukalkulieren. Insbesondere bei Anschluss-Bussen sollte dabei drauf geachtet werden. Sonst könnte es wirklich eng werden!
In Bonn angekommen haben wir der Remise einen kleinen Besuch abgestattet und dort eine Kleinigkeit gegessen. Das Restaurant ist wirklich gut, dem Preisniveau entsprechend. Mit sehr freundlicher Bedienung übrigens.
Dann ging es weiter mit dem Fernbus nach Frankfurt. Überraschenderweise gab es noch Zwischenstopps in Würzburg und Nürnberg, die so für uns bei der Buchung nicht ersichtlich waren. Zweite Erkenntnis: Es sind mehr Zwischenhaltestellen auf der Route vorhanden, als dies auf der ersten Blick erkenntlich ist.

Erfahrung Flixbus

Da wir einiges an zeitlichem Rückstand wegen dem Stau hatten, kamen wir so gegen 9h morgens im Prager ZOB Florenc an. Nach Geldwechsel und Kauf eines 3-Tagestickets für den ÖPNV in Prag für 310 tschechische Kronen ging es ins Parkhotel. Das war glücklicherweise nur eine U-Bahnstation entfernt und hatte direkt mehrere Straßenbahn-Anschlüsse in unmittelbarer Nähe.
Auf der Rückfahrt ging es reibungsloser als auf der Hinfahrt. Allerdings kam der Fernbus mit 20 Minuten Verspätung zur Abfahrt an. Im Gegensatz zur Hinreise hatte der Bus zwar auch Steckdosen für das Laden vom Handy, diese waren jedoch außer Betrieb! Ebenso war es mit dem bordeigenen WLAN, dass nicht wirklich funktionierte und immer wieder seine Aussetzer hatte. Erkenntnis war hier, dass man sicherheitshalber mit einem externen Akku (Powerbank) für das Handy auf der sicheren Seite ist, wenn man viel mit dem Handy macht. Auf jeden Fall sollte man auch Wasser zum trinken mitnehmen. Bei längeren Fahrten ist auch definitiv ein kleines Kissen oder Nackenhörnchen zu empfehlen. Wer Probleme mit anderen Kulturen hat sollte sich überlegen, ob er eine Fernbusreise wirklich machen will. Es sind dort (auch aufgrund der Natur der Reisens) viele Menschen unterschiedlicher Nationalität und Kultur unterwegs. Ich habe damit kein Problem, wollte das der Vollständigkeit halber jedoch nicht unerwähnt lassen.

Fazit für mich nach einer Reise mit über 13 Stunden Dauer: Ist zwar finanziell günstig, aber doch schon anstrengend die ganze Reise über zu sitzen. Für Kurzreisen bestimmt sinnvoll, für Fernreisen sollte man aber einen Flug in Betracht ziehen, wenn es die Umstände (Anreise, Zielflughafen) erlauben.

 

Fussball EM 2016? – Ohne mich!

Bald ist es wieder soweit: Am 10. Juni 2016 rollt der Fußball wieder im Rahmen einer Europameisterschaft. Dieses Mal ist Frankreich der Gastgeber, unser westlicher Nachbar.

Im Gegensatz zu bisherigen Fußball-Großveranstaltungen werde ich mir kein Spiel mehr bewusst ansehen. Irgendwie ist im Laufe der Jahre das gesamte Fußball-Thema so kommerziell überstrapaziert worden, dass ich kein Interesse mehr habe mir irgendwelche Millionarios auf dem Rasen anzusehen. Es handelt sich meiner Ansicht nach eigentlich nur noch um den Teil „Spiele“ aus dem Slogan „Brot und Spiele“ für das Volk. Sicher: Fußball ist immer noch die zweitschönste Nebensache der Welt. Jedoch: Diese zweitschönste Nebensache der Welt hat Ihren Reiz für mich weitestgehend verloren.

fussball

Wenn man die ganzen Skandale bei der Fifa und teilweise auch der Uefa liest, kommt man sich irgendwie nur als Konsument der Ware Fußball vor und als Werbeziel von Unternehmen. Es werden hehre Worte bemüht (FairPlay, Intergrationsmittel, Jugendförderung etc.) die man sicher im einzelnen bestätigen kann. Jedoch: Sie sind nur Mittel zum Zweck und kein Ziel an sich. Das eigentliche Ziel dahinter heißt: Abkassieren! – Und zwar richtig Fett mit Werbegeldern und Lizenzrechten. Und zwar so viel wie es in kurzer Zeit nur geht. Ob das jetzt auf Verbandsebene oder Unternehmensebene ist: Jeder will seinen Reibach machen. Das ist grundsätzlich auch in Ordnung. Allerdings wird die „Ware“ Fußball mittlerweile dermaßen werbetechnisch hochgejazzt, dass ich es einfach nicht mehr hören, sehen und vor allem nicht mehr bezahlen will.

Beliebtes Fan-Utensil ist das Trikot der National-Mannschaft. Stop, sorry: Heisst ja jetzt aus Marketing-Gründen (oder vielleicht wegen dem grassierenden Political  Correctness-Wahn) nur noch „Die Mannschaft“.  Wie auch immer: Deren Trikot ist in XL-Größe für ca. 90€ (!) bei Amazon erhältlich. Die Produktionskosten beim letzten Trikot (Weltmeister-Trikot 2016) lagen so um die 15 € für den Hersteller. Kaufpreis war damals anfänglich 80€, später mit viertem Stern 85€. Wobei hier die Qualität in der ersten und zweiten Version nicht gerade das gelbe vom Ei war. Aber geschenkt. Jetzt kostet das neue Trikot also nochmal knapp 6% mehr als das alte.

Für mich ist das einfach nur noch überzogen, ja schlicht unverschämt und an der Grenze zur Abzocke. Aber wer will, kann und soll sich das Leibchen zulegen. Ist ja jedem selbst überlassen, wofür er sein Geld ausgibt. Wohlgemerkt: Das Geld dafür wäre bei mir locker vorhanden. Mir geht diese völlig überzogene Kommerzialisierung mittlerweile jedoch massiv auf den Zeiger. Und das mit dem Trikot war jetzt nur ein Beispiel. Von dem ganzen überteuerten Merchandising-Kram (Panini-Fotos etc.) will ich gar nicht erst sprechen.

Natürlich habe ich mir in der Vergangenheit auch einige WM-Utensilien gekauft, klar. Aber irgendwie stand das noch alles mehr oder weniger in einem gewissen gesunden Verhältnis. Und die ganzen Fahne schwenkenden „Kurzzeit-Patrioten“ verhelfen dem Turnier auch nicht gerade zu einem Glaubwürdigkeitsschub, wenn sie ansonsten keine Ahnung haben was auf dem Spielfeld eigentlich abgeht oder wie die Regeln sind. Hm… Werde ich vielleicht alt?

Wochenendtrip in das Goldene Prag

Nach einigen Versuchen hinsichtlich eines Wochenendtrips klappte es endlich über das Wochenende von Fronleichnam: Dank meiner besseren Hälfte konnte kurzfristig ein Wochenendaufenthalt in Prag realisiert werden. Ich wollte schon immer mal dorthin, weil ich bisher nur Gutes von Freunden und Bekannten in Bezug auf Prag gehört hatte.

Per Zug also in aller Frühe Freitag morgens per Zug nach Köln-Bonn auf den Flughafen und per GermanWings/EuroWings nach Prag. Da die Ankunft schon um knapp nach 7 morgens war, blieb der Tag für die Entdeckung von Prag. Da die Unterkunft in direkter Nachbarschaft der Burganlage Vysehrad mit dem Promi-Friedhof lag, war dies natürlich die erste Anlaufstätte. Wetter war sonnig und trocken. Also beste Bedingungen.

Es war schon imposant, die kunstvollen Grabstätten mit Mosaiken, Verzierungen in ihrer ganzen Größe zu sehen. Wobei es etwas überraschend war, dass das Grab von Bedrich Smetana (Komponist von „Die Moldau“) vergleichsweise schlicht war, siehe Foto.

Grab-Bedrich-Smetana

Nach dem die ganze Anlage besichtigt war, ging es zurück ins Holiday Inn Hotel am Kongress-Centrum. Die Zimmer dort waren echt gut, das Personal sehr freundlich und das Frühstück war auch reichhaltig. Die U-Bahnstation Vysehrad ist in 500 Metern Entfernung vom Hotel gelegen. Zwei Stationen und man ist direkt am Wenzelsplatz, mitten in der Stadt. Kurz ein paar Stunden hingelegt (in der Zeit regnete ein kleines Gewitter ab) und danach ging es in die Prager Altstadt.

Es war Samstag Abend und jede Menge los in der Stadt. Zahlreiche (asiatische) Touri-Gruppen rannten ihrem Fähnchen-Halter nach durch die Stadt. Auf dem zentralen Marktplatz (Altstädter Ring) war die Hölle los. Vor dem Rathaus mit der Historischen Uhr drängten sich die Touris, um das Glockenspiel der Uhr mitzubekommen. Auch auf dem Marktplatz an sich war jede Menge los. Oft kamen einem auch diverse Jungesellen-Gruppen (auch weibliche) entgegen. Nicht gerade so der Bringer, aber naja was soll´s.

Prag-Rathaus-Historische-Uhr

Prag-Tyner-Kirche-Maria

Nach einem nächtlichen Besuch auf der gegenüberliegenden Prager Kleinseite wurde auch mal die Deutsche Botschaft mit dem bekannten „Genscher Balkon“ besucht. War zwar alles dunkel, aber wegen der Beleuchtung konnte man den Balkon noch gut sehen. Dankenswerter Weise hat die Botschaft den Gartenbereich offen gelassen, so dass man dort einen Blick auf diesen historischen Ort werfen konnte.

Danach ging es mit ein paar Pivo mehr zurück mit der U-Bahn (übrigens sehr sauber und sicher) ins Hotel. Am nächsten Tag stand dann ein nochmaliger Besuch der Altstadt und Karlsbrücke sowie erstmalig der Prager Burg inklusive St.Veitsdom auf dem Programm.

Es war wieder gutes Wetter mit viel Sonnenschein. So konnte ich auch ein Fotos von der Karlsbrücke, dem Dom und vielen anderen Sehenswürdigkeiten machen.

Insbesondere die Karlsbrücke und Prager Burg sind umwerfend. Einfach nur klasse. Man fühlt sich wie in einem historischen Freiluftmuseum.

Karlsbrücke-Prag

Die Prager Karlsbrücke vom Schiff auf der Moldau aus fotografiert. Einfach nur ein Hingucker! Wobei der Veitsdom auch umwerfend ist:

St.-Veitsdom-Prag

So nebenbei erfährt man dann auch nochmal, dass Prag einmal die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war. Hat vielleicht nicht jeder so auf Anhieb im Sinn.

Am nächsten Tag ging es dann nochmal in die Innenstadt und die angrenzenden Bereiche. Dabei war auch ein Besuch des historischen jüdischen Friedhofs sowie der Spanischen Synagoge, die durch Ihre Innenausstattung mehr als sehenswert ist:

Spanische-Synagoge-Prag

Kurzum: Prag ist definitv eine (Kurz-) Reise wert. Für ein Wochenendtrip definitv empfehlenswert. Werde ich bestimmt noch mal besuchen.

Als es dann wieder nach Hause ging, fuhren wir wieder mit dem Bus AE (Airport-Express) direkt vom Prager Hauptbahnhof für 60 Kronen auf den Flughafen. Die Rückreise mit dem Flugzeug hat sich allerdings etwas kompliziert dargestellt, weil der Kölner Flughafen wegen eines Sicherheitsvorfalls gesperrt war. Der ursprüngliche Rückflug verzögerte sich daher um gut 5 Stunden ! Dabei hatten wir noch Glück im Unglück, da der Flieger kurz vor 2 Uhr vom Flughafen abhob. Wäre das wegen Trödeleien von Passagieren evtl. erst um 2 Uhr möglich gewesen (Der Kapitän hat per Lautsprecherdurchsage entsprechend Druck gemacht), hätte der Flieger aus Wartungsgründen am Boden bleiben müssen. Wegen diesem Vorfall musste ich zwar noch einen spontanen Tag Urlaub nehmen, aber anders wäre es nicht gegangen. Hat sich aber definitv gelohnt.