Hört sich ziemlich krass an diese Frage. Ist mir bewußt, aber wenn ich mir mal die Zinsen ansehe, die ich auf einem schon fast vergessenen Sparbuch gutgeschrieben bekommen habe stelle ich mir wirklich diese Frage. Auch wenn jetzt selbstverständlich Äpfel mit Birnen verglichen werden, und jeder Investmentspezialist hier nur noch entgeistert den Kopf schütteln würde, hat diese Idee in meinen Augen einiges für sich.

Rein unter Rendite- und Risiko-Aspekten betrachtet habe ich hier das Ruder in der Hand. Ich kann selbst entscheiden, welches Risiko ich eingehen möchte und kann mir im Vorfeld je bereits ein Verlust-Limit setzen, womit sich die Ausgaben in definierten Grenzen halten lassen. Zudem habe ich bereits einiges an Erfahrung im Poker spielen – Online wie Live-Poker. Ich weiss also, wo es kritisch werden könnte und ich besser die Karten wegschmeissen sollte. Auch eine Art der (wichtigen) Verlustminimierung. Die größten Erfolge habe ich rückwirkend betrachtet tatsächlich dadurch erzielt, dass ich bestimmte Hände nicht gespielt habe und mir somit Riesen-Verluste erspart habe. – Was sich auch direkt auf mein Ergebnis ausgewirkt hat. (87% Plus).

Da kann ich über die 2,5% vom Sparbuch nur traurig seufzen. Mir kommt es hauptsächlich auf sofortige Verfügbarkeit und eine Verzinsung von mindestens 10% an. Ein entsprechend höheres Risiko bin ich bereit einzugehen. Diese Möglichkeit habe ich durch das Pokerspiel. Natürlich ist das alles andere als eine konservative und sichere Geldanlage – aber was ist denn heutzutage wo Banken Pleite machen und verstaatlicht werden noch sicher? Das Geld irgendwelchen Banken oder Investmentfirmen zu geben ist in meinen Augen mit noch höheren Risiken (siehe Pleite Lehman Brothers) verbunden und aufgrund des nicht vorhandem Einflusses auch nicht gerade eine sinnvolle Option.

Bundesschatzbriefe würde ich übrigens wegen der bereits heute nicht mehr rückzahlbaren Schuldenlast der Bunderepublik auch nicht erwerben. – Ein Crash ist auch da vorprogrammiert. – Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung sind Gift für einen soliden Haushalt. Die spielen auch nur mit dem Geld – und zwar mit dem Geld anderer Leute! Und das sogar ohne persönliche Haftung! Auf die Sinnhaftigkeit und die Abgabe irgendwelcher Garantien kann sich jeder seinen eigenen Reim machen.

Da ist das Pokerspiel fast schon als geradezu seriös anzusehen. – Hier gibt es keine verschwiegenen Risiken. Du kannst deinen kompletten Einsatz verlieren und Ende ist. Aber Du kannst auch einiges gewinnen. Was wohl eher die Unternehmertypen und nicht die Verwalter oder Beamten (von Natur aus risikoscheu) anspricht.

Was in dem Zusammenhang auch erwähnenwert ist: Viele der Milliardäre (Kirk Kerkorian, Andrew Beal, Martin S. Fridson  etc.) sind gute Pokerspieler. Ich wage einfach mal diesen Schritt in dieses neue Feld. Mal schauen was dabei unter dem Strich herauskommt. Es ist ja schließlich mein Risiko…

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