Mich wundert es wirklich, mit welcher Fassung (oder besser: Schockstarre) die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Acument das Schmierenspiel Ihres Eigentümers bzw. Investors (oder auch neudeutsch: "Heuschrecke") Platinum Equity mitmachen. Es ist einfach zum Haareraufen, wie dieser amerikanische Investor mit dem Unternehmen und dem Schicksal der Beschäftigten spielt.

Der Oberhammer ist allerdings, dass die Geschäftsführer angeblich gerade einmal selber über 600,- € Ausgaben bestimmen konnten. Alles andere musste von Platinum Equity bzw. deren Vertretern abgesegnet werden. Da fragt man sich doch allen Ernstes, was sind denn DAS für Geschäftsführer, die sich so zum Hampelmann machen lassen. Diese Rolle scheint aber offenscihtlich gut bezahlt zu werden, da ihnen ansonsten täglich die Schamesröte im Gesicht stehen müsste.

Wenn man angesichts der dramatischen Situation des Unternehmens und seiner MItarbeiter mal vergleicht, wie französische Mitarbeiter ähnliche Fälle (dort ging es um Abfindungshöhen bei Betriebsschliessung) angegangen sind (Inhaftierung der Geschäftsführer, Drohung der Sprengung des Werkes…) würde es mich nicht wundern, wenn irgendwann auch in Deutschland der Damm bricht und solche Verzweiflungstaten zunehmen. Verständlich wäre es allemal. – DAS würde die Herrn Investoren doch deutlich unter Druck setzen. Zumal dann nicht nur die üblichen politischen Lippenbekenntnisse kommen würden, sondern konkrete Termine von Politik und Investor. – Oder gibt es das nur bei Insolvenzen von Konzernen??? – Bald sind Wahlen…

Nähere Infos zu dem Fall gibt es hier und hier.

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