Problem-Jeans: Von der Arbeiterhose zum Jammerlappen
Jetzt habe ich echt den Kanal voll ! Zum X-ten Mal ist mir eine Jeans nach relativ kurzer Nutzungszeit zwischen den Beinen durchgescheuert. Seltsamerweise handelt es sich dabei meist um eine Levis Jeans. Natürlich sind auch ab und zu andere Jeans-Marken mal durchgescheuert, aber das meist erst nach 8-10 Jahren! Den unrühmlichen Rekord hält auch hier eine Levis Modell 517. - Die hat sogar nur ein Jahr gehalten! Und das bei moderatem Gebrauch. Hat auch nix mit meinem Gang zu tun dass die Hose so schnell durchgescheuert ist, da der laut Orthopäde (im Rahmen eines Jogging-Checks) absolut in Ordnung ist.
Das ist so ca zwei bis drei Jahre her. Damals hatte ich mich direkt an Levis in Frankfurt im Rahmen einer Reklamation gewendet. Von dort kam nur die lappidare Antwort, dass ich mich doch einfach an den Händler wenden soll, bei dem ich die Jeans gekauft habe! Na Klasse - wer hebt schon eine Jeans-Rechnung ein Jahr lang auf??? Sowas bei einer nicht gerade günstigen Hose zu erfahren hat schon seinen eigenen Geschmack. Da halten Billig-Jeans weit länger meiner Erfahrung nach. Ob ich diese Hosen von Levis noch länger kaufen werde wage ich mal zu bezweifeln. Vom nicht vorhandenen Kundenservice oder Kulanz mal ganz zu schweigen! Hier mal ein Blick auf das Corpus Delicti:
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So sehen die Levis-Jeans bei mir eigentlich IMMER aus - es ist nur eine Frage der Zeit wann es so weit ist. NoName-Jeans halten meist wesentlich länger. Woran das liegen kann??? Ich weiss es nicht, vermute aber mal, dass es mit den ganzen Bearbeitungsvorgängen zu tun hat, die an solch einer Jeans durchgeführt wurden. Ob das Jeans-Material an sich eventuell nicht mehr die Qualität hat, die es einmal hatte kann ich nicht sagen. Allerdings wird dieser Eindruck durch andere Meinungen im Netz nicht gerade entkräftet:
Riss in der Jeans, So halten Jeans beim Waschen länger, Jeanshose vor 7 Monaten gekauft, Waren Jeans früher haltbarer?,
Interessanterweise scheine ich nicht der einzige zu sein, der so Probleme mit den Beinkleidern aus Indigo hat. Auch dort wurden negative Erfahrungen mit Jeans gemacht:
Wie kann man Jeanshosen zwischen den Beinen länger ganz halten?, Jeans stopfen, Klamotten
Mal ganz zu schweigen davon, dass die meisten Jeans eh nicht gerade zu arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsbedingungen hergestellt werden! Aber das ist nun mal leider in der ganzen Branche anscheinend so und soll hier nicht weitergeführt werden.
Wenn ich mich da noch an die alten Edwin-Jeans erinnere… Das waren noch richtig schwere Jeans, die was ausgehalten haben. Leider gibt es die Firma nicht mehr. Anstatt dessen muss man(n) sich heute mit der zweitklassigen Qualität von Markenherstellern herumschlagen oder irgendwelche NoNames auf eigene Gefahr (Farbverlust nach 2x waschen) ausprobieren.
Die Schnittform der Levis-Jeans ist zwar immer sehr gut, aber was nutzt mir das, wenn ich Sie nach kurzer Zeit bereits wieder wegschmeissen kann!? Konsequenz aus der Sache: Levis-Jeans sind bei mir jetzt auf dem Index und werden nicht mehr gekauft. - Ich schmeisse mein Geld nicht mehr zum Fenster raus!
Traurig, da die Jeans ursprünglich eine Arbeitshose aus Zeltplane war, die den Goldschürfern bei der harten Arbeit zuverlässliche Arbeitskleidung war. - Heute haben für mich die Jeans mehr das Image von einem getunten und gebleichten Jammerlappen als von einer robusten Kleidung.
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann hinterlasst einfach mal einen Kommentar!
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März 31st, 2009 19:53
Danke für den Kommentar!
Also ich habe mir vor einigen Jahren in den USA eine Levis und eine Lee gekauft, Du kannst recht haben, die Levis könnte etwas schneller durch gewesen sein. Aber groß war der Unterschied nicht.
Seither nähe ich selber, ich habe tatsächlich einen recht festen und etwas steifen Denim bekommen und die Hose hat jetzt genau 1. Geburtstag gefeiert und ist noch nicht durch. Obwohl ich dicke Oberschenkel habe, der Schnitt eng ist (= mehr Belastung für den Stoff) und ich nur diese eine Jeans habe, sie also relativ häufig trage. Aber es ist schon als Stoff nicht einfach, so eine feste Qualität zu bekommen. Man muß ihn halt erst mal selber “weich tragen”, die fertig zu kaufenden sind oft von vorneherein weicher.
März 31st, 2009 20:02
Ebenfalls danke für den Kommentar!
Lee habe ich auch mal ausprobiert, aber die haben auch Auflösungserscheinungen gezeigt - aber an der Nahtkante! War also auch nix.
Habe jetzt einen Shop gefunden, der Jeans anbietet, die der Edwin-Jeans angeblich von Schnitt, Material und Farbe 1:1 (auch in der Qualität) gleichen sollen. Mal abwarten, werde wohl mal ein Probexemplar ordern…
Nicht jeder kann sich schließlich seine eigenen Jeans herstellen…
April 1st, 2009 17:27
Ein Schelm würde jetzt sagen “Du bist einfach zu gut bestückt für eine Levis”… vielleicht ist das Levis Standardmaß viel Kleiner? Oder hab ich mich jetzt verkuckt und das Problem liegt nicht vorne?
Wir “Mädels” haben dieses Problem ja meist etwas weiter unten, wenn die Oberschenkel wegen Reiterhöschen aneinander reiben. Ich bin froh, dass ich dieses Problemchen schon seit Jahren nicht mehr so haben und auch meine ganzen Levis Jeans tragen kein diesbezügliches Leid.
April 1st, 2009 17:57
Nee, das Problem liegt definitv nicht vorne!
Passt eigentlich alles 1A - aber so schnell wie die Jeans trotzdem durchgescheuert sind… Echt unglaublich. Brauche wohl eher einen etwas stärkeren Unterbodenschutz! Aber wer den Schaden hat braucht bekanntlich nicht für den Spott zu sorgen…
April 1st, 2009 18:32
Und ich dachte schon Du wärst “Wechselträger”, mal rechts mal links und dann auch noch schnell durchgescheuert *lol*.
April 4th, 2009 22:07
Radfahren ist auch Gift für Jeans… Ledersattel besonders. (Und nähen… ist auch nur Werkzeuggebrauch bei Primaten und infolgedessen lernbar. *g*)