Die Frage habe ich mir heute aus akutem Anlass gestellt. Es ging um einen Immobilienfall, wo die Rechtslage laut Auskunft der Anwaltsberatung bei der Rechtsschutzversicherung 50:50 wäre. Sprich: Der andere könnte vor Gericht gewinnen oder auch ich – da dieser Fall sehr vom Richter abhängig wäre, könnte bei unentschiedener Argumentationslage der Fall so oder so ausgehen. – Na toll ! Dafür habe ich jetzt eine Rechtschutzversicherung, die mir grob gesagt den Spruch "Auf See und vor Gericht ist man in Gottes Hand" als Ergebnis präsentiert? 

Wenn sich die Lage so darstellt, hat man ja wohl kaum Lust vor Gericht zu ziehen, wenn man mit allem möglichem rechnen muss. Wobei es hier wirklich fraglich ist, ob die Rechtslage so unklar ist oder ob durch die Anwaltsberatung nicht ein möglicher Prozeß verhindert werden soll…

Positiv kann man dem allerdings gegenüber halten, dass diese Anwaltsberatung einen vielleicht vor unbedachten Schritten schützt. Kann man ja auch mal so sehen. Für mich stellt sich jetzt allerdings wirklich die Frage, ob ich eine Rechtschutzversicherung nach diesem Erlebnis noch haben will. Diese Art der Versicherung gehört ja eh zu den "Luxusversicherungen", aber wenn man mal einen Prozeß führen oder abwehren muss wäre es nicht schlecht, so ein Assekuranz-Produkt in der Hinterhand zu haben.

In dem Zusammenhang habe ich auch mal im Netz gestöbert, welche Seiten darüber interessante Infos haben. Erwähnenwert sind meiner Ansicht nach probek.net mit der Linksammlung, das Lawblog mit seiner Ansicht über Mietvereine als eine Alternative zur Rechtschutzversicherung und zu guterletzt noch das RSV-Blog mit seeeehr interessanten Artikeln zu den einzelnen Rechtschutzversicherungen. – Meine RSV ist auch dabei. Hätte ich das bloß mal vorher gelesen…

Habt Ihr selber schon Erfahrungen mit einer Rechtschutzversicherung gehabt? Wenn ja: Wie war die und was haltet Ihr rückblickend betrachtet davon? Vielleicht haben ja noch andere ähnliche Erfahrungen gemacht.

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