Eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass Münzhändler Ihre Profession seriös und zuverlässig betreiben. Mit anderen Worten: Sie sollten wissen worüber Sie reden! Als ich am Wochenende einen Newsletter von solch einem Münzhändler bekam, habe ich mich schon sehr gewundert: Dort wurde nämlich die Gedenkmünze 500 Jahre Till Eulenspiegel direkt in der Form beworben, dass es ja nur 200.000 Exemplare von der Version in polierter Platte (richtiger Weise müsste es auch eher "Spiegelglanz" heissen) gibt. Das mag zwar nicht unbedingt falsch sein, stößt bei mir allerdings nicht gerade auf Begeisterung!

Warum? Ganz einfach: Es wurde VOR Absenden des Newsletters von der staatlichen Münz-Ausgabestelle (VfS) bekannt gegeben, dass die Auflagehöhe aller Silbermünzen (Ausnahme: Franz Liszt) erhöht wird! Hier im Newsletter wird also mit der ursprünglich niedrigeren Auflagenhöhe geworben, was zu diesem Zeitpunkt mindestens zweifelhaft war. Als Folge der erhöhten Auflage sinken höchstwahrscheinlich die Preise der bisher ausgegebenen Gedenkmünzen, so dass man eine falsche Entscheidungsgrundlage für einen Kauf hat! Wenn ich das als kleiner Amateur schon weiss, warum bekommt das so ein Münzversand (der auch im Fernsehen wirbt) nicht hin? Etwas mehr Sorgfalt wäre vielleicht nicht schlecht…
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